ubuntu
Geschrieben von: Werner Engbers Dienstag, den 01. September 2009 um 16:32 Uhr
Betriebssystem: neu entdeckt
ubuntu ist meine Entdeckung des Jahrzehnts in Sachen Software. Es ist die aus meiner Sicht erste Linux-Distribution, deren Verwaltungs-Komfort ausreicht, um auch nicht-technische Benutzer anzusprechen.

Was ist ubuntu?
ubuntu ist ein Open Source Betriebssystem, also ein Programm (besser: eine Sammlung von Programmen), die es erst ermöglichen, auf einem Computer Programme laufen zu lassen. Andere Betriebssysteme sind Microsoft Windows (in verschiedenen Versionen wie NT, XP, Vista, Windows 7 usw.), UNIX, Linux, Mac OS X, NeXT und viele weitere.
Was ist so besonders daran?
Nun, zunächst einmal die Tatsache, dass ubuntu (wie die meisten Linux-Derivate) als Open Source Distribution kostenlos ist. Aber es gibt noch weitere wesentliche Vorteile:
- ubuntu (wie alle Linux-Editionen) ist bei gleicher Hardware leistungsfähiger. Auch ältere Geräte können deshalb verwendet werden.
- ubuntu öffnet eine Welt von professionellen und semi-professionellen Anwendugen (Programmpaketen), die sonst nur professionellen Benutzern zur Verfügung steht.
- ubuntu ist besonders sicher und unanfällig für Viren, Würmer, Trojaner usw.
Was kann man damit anfangen?
Eigentlich so ziemlich alles, was man mit einem Betriebssystem so machen kann; jedenfalls habe ich bisher noch keine ernsthafte Einschränkung entdeckt. Die verschiedenen Variationen machen ubuntu einsetzbar vom Server bis zum Netbook.
ubuntu vs. Windows
Insbesondere ist interessant, wo der Unterschied zwischen Windows und ubuntu zu sehen ist. Gibt es Gründe, die zum Einsatz von Windows zwingen? Klar, da gibts was:
Windows ist immer dann das Betriebssystem der Wahl, wenn
- ...man Programme einsetzen muss, die nur unter Windows ordentlich oder schnell genug laufen (z. B. iTunes),
- ...man großen Wert auf Spiele legt (siehe vorherigen Punkt).
- ...man Hardware einsetzt, für die es nur Treiber gibt, die unter Windows laufen.
In den anderen Fällen kann man getrost überlegen, ob ubuntu nicht genau so gut oder besser geeignet ist. Und auch das sollte man bedenken:
- Windows und ubuntu können auf ein und demselben Rechner installiert werden; nach dem Einschalten des Gerätes kann man wählen, welches Betriebssystem gestartet werden soll (dabei hilft grub).
- Viele Windows-Programme laufen auch unter ubuntu (mit Hilfe eines Programms mit Namen wine).
- Für viele bekannte Anwendungen stehen Linux-Versionen oder gleichwertige Programme bereit, und zwar in der Regel kostenlos!
- ununtu erkennt Windows Partitionen auf den Fest- und Wechselmedien; existierende Daten, die mit Hilfe von Windows gespeichert wurde, können also weiterverwendet werden.
Und wo sind die Nachteile?
ubuntu ist ein sehr mächtiges Werkzeug. Je nach Ambition des Benutzers kann der Umgang damit ganz einfach oder auch sehr komplex gestaltet werden. Ein bisschen Freude am Umgang mit hochtechnischen Geräten allgemein und mit Computern im Besonderen hilft auf jeden Fall enorm (gilt das nicht für jedes High Tech Projekt?).
ubuntu wird durch die Firma Canonical Ltd. und ihre Mitarbeiter tatkräftig unterstützt, ist aber Open Source (wird von freiwilligen Programmiern in aller Welt weiterentwickelt). Wer eine Garantie in irgendeiner Form für die Funktionsfähigkeit der Software braucht, wird nicht in jedem Fall einen Anbieter finden, der das (natürlich gegen Entgeld) kann.
Der Open Source Character wir leider auch in Sachen Dokumentation deutlich: nicht alles ist auf eine Art beschrieben, die für den Durchschnittsbenutzer verständlich ist. Und obwohl es in den ubuntu-Foren recht gesittet zugeht, trifft man auch hier auf einige Mitglieder, die statt eine möglicherweise oder vermeintlich (technisch) naive Frage sachlich zu beantworten, lieber pedantisch auf bereits erfolgte Äußerungen im Cyber Space verweisen.
ubuntu



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